Paris – ein bisschen Geschichte

 

von Anja Weinberger

Paris, die Stadt an der Seine, erobert jeden, der einmal einen Fuß auf ihr holpriges Pflaster setzt. Eine besondere Stadt: lebendig, von großer Vielfalt und leicht zu durchstreifen.

Hier eine Zusammenfassung, wie aus der kleinen Siedlung auf der Seine-Insel, die schon Gajus Julius Cäsar in seiner Kriegspropagandaschrift »De bello Gallico« in den 50er-Jahren v. Chr. erwähnt hatte, die heutige Millionenstadt werden konnte.

(Bauwerke des heutigen Paris sind in Kursivdruck gesetzt.)

 

Paris liegt nicht zentral in Frankreich, wie man das vielleicht manchmal wahrnimmt, sondern im nördlichen Drittel unseres Nachbarlandes.

Paris liegt außerdem mitten in der Île-de-France, im Pariser Becken, das von den Flüssen Seine, Oise und Marne umschlossen wird. Wörtlich übersetzt bedeutet Île-de-France »Insel Frankreichs«, und der Name wird häufig von dieser Lage zwischen den Flüssen abgeleitet.

Die  Île-de-France wird im Osten von der Champagne, im Norden von der Picardie, im Westen von der Normandie und im Süden vom Orléanais begrenzt.

 

Dort, wo heute die gotische Kathedrale Notre Dame steht, auf der (tatsächlichen) Insel inmitten der Seine, hatten die frühen Siedler einen trockeneren Lebensraum gefunden, als in der Sumpflandschaft zwischen den oben genannten Flüssen. Das morastige, unwirtliche Umland bot außerdem einen nicht unerheblichen Schutz vor Überfällen. Manchmal denke ich, dass der Begriff »Île-de-France« auch damit etwas zu tun haben könnte, dass Paris auf einer Insel gegründet wurde.

Antike

 52 v. Chr. eroberten die Römer den von den keltischen Parisii gegründeten Ort Lutetia. Die Kriegsgewinnler gründeten auf einer Anhöhe südlich des Flusses ihre neue Siedlung. Heute krönt diesen Hügel das Panthéon, und an seinen Hängen entwickelte sich viele Jahrhunderte später das heutige Quartier Latin.

Das antike Lutetia hatte nicht den gleichen Stellenwert, wie andere Provinzmetropolen. Arelate (Arles), Nemausus (Nîmes) und weitere Orte, hauptsächlich im südlichen Frankreich gelegen, weisen deutlich stattlichere Arenen und Bäder auf. Das moderne Paris hat mit den Thermen im Musée de Cluny, dem Amphitheater an der Rue Monge, das ungefähr 15 000 Zuschauern Platz bot und einigen Mauerresten in der Crypte Archéologique unter dem Vorplatz von Notre Dame ein recht bescheidenes sichtbares römisches Erbe vorzuweisen. Das restliche antike Paris schlummert unter unseren heutigen Bauten.

280 n. Chr. zerstörten die Alemannen Lutetia, und aus nicht ganz ersichtlichen Gründen ließ sich im Jahr 360 der gerade proklamierte römische Kaiser Flavius Claudius Julianus zeitweise in Paris nieder. Er residierte dort, wo heute der Justizpalast und die Sainte Chapelle stehen. Flavius Claudius Julianus starb bereits 363 und nur wenige Jahre länger war Paris eine Metropole der Antike.

Justizpalast, © pixabay

Fränkische Jahre

 486 beendeten Truppen des fränkischen Merowinger-Königs Chlodwig I. die Herrschaft der Römer, nicht nur in Paris, sondern auch im nördlichen keltischen Gallien. Chlodwig I. wurde spätestens in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts Christ und ließ die Basilika Apostel Petrus und Paulus, an deren Stelle heute das Panthéon steht, errichten.

Auch aus diesen Jahren ist im heutigen Paris wenig zu finden. Lediglich einige Kirchennamen erinnern an ihre frühmittelalterliche Gründung noch auf freiem Felde; dazu gehören beispielsweise Saint-Germain-des-Prés und Saint-Martin-des-Champs. Die letztgenannte Kirche ist heute umgewidmet zum Musée des arts et métiers und stellt u. a. das Original des Foucaultschen Pendels aus.

 

586 zerstörte ein großer Brand beinahe alle Gebäude der Stadt, und auf einen ungewöhnlich strengen Winter folgte die Hungersnot von 764.

Als dann einige Merowingergenerationen später Karl der Große am Horizont der Geschichtsschreibung auftauchte, verlor Paris weiter an Bedeutung, denn der Karolinger Karl schlug das Hauptquartier seines immer größer werdenden Frankenreiches weiter östlich in Aachen auf. Nach seinem Ableben wurde das von ihm erschaffene Riesenreich unter seinen Söhnen aufgeteilt und die bis heute bestehende Gruppierung innerhalb Europas war schon zu erkennen.

Nach den Karolingern regierten die Kapetinger, deren Name sich von Hugo Capet ableitet, in Paris. Viele Herrschaftsjahre lagen ab der ersten Jahrtausendwende vor dieser Familie.

 

Die Normannenkriege, aber auch die unübersichtliche Herrschaftsfolge in den Jahren der letzten Karolinger und der ersten Kapetinger hatten dazu geführt, dass in Paris kaum gebaut wurde. Erst ab dem 11. Jahrhundert gewinnt die Stadt ihr neues, königliches Profil. Zunächst befinden wir uns noch im Zeitalter der Romanik, das in Paris heute lediglich durch Saint-Germain-des Prés repräsentiert wird. Mit dem Aufkeimen der Gotik jedoch entstehen viele Gebäude, die auch noch das moderne Paris prägen.

 

1144 wurde mit dem Bau der Abteikirche von Saint-Denis nördlich von Paris begonnen, 1163 legte man den Grundstein für Notre Dame und 1248 konnte die Sainte-Chapelle nach verblüffend kurzer Bauzeit beendet werden. Paris war seit den Jahren nach 1200 von einem Mauerring umgeben und konnte eine Wehrburg am westlichen Stadtrand vorweisen, deren Fundamente auch heute noch unter dem Louvre zu bestaunen sind. Schon damals war das linke Seineufer eine Hochburg der Gelehrsamkeit; seit 1257 gab es dort ein Gymnasium, das als Vorgänger der heutigen Universität, der Sorbonne, gilt.

Sainte-Chapelle, © pixabay

Das Haus Valois – immer noch Kapetinger, also immer noch Franken

 Beinahe 1000 Jahre sind vergangen seit dem Ende der römischen Herrschaft in Paris.

Merowinger, Karolinger und Kapetinger haben in der Folgezeit die Stadt geprägt. Nun begann eine neue Ära und mit ihr kam ein zehrender Krieg übers Land.

Zwei Kandidaten, ein Engländer und ein Franzose, erhoben nämlich nach dem Tode des Kapetinger-Königs Karls IV. Anspruch auf den französischen Thron und tatsächlich konnten auch die klügsten Juristen keinen Ausweg aus diesem Dilemma finden. 1338 brach daraufhin der Hundertjährige Krieg aus, der immer wieder von mehreren unterschiedlichen Konflikten, auch mit dem Herzogtum Burgund im Osten, geschürt wurde. Chaotische Jahre! Schließlich wurde 1429 Karl VII. aus dem Hause Valois, auch mit Hilfe von Jeanne d’Arc, in Reims zum nächsten französischen König gesalbt und gekrönt. Am Ende entließ der verheerende Hundertjährige Krieg England und Frankreich als klar getrennte Staaten in die Zukunft.

 

Auch die Pest und wiederholte Hungersnöte ließen diese Zeit als düsteres Jahrhundert in Frankreichs Geschichte eingehen. Im Chaos dieser Jahre wurde in Paris kaum gebaut. Zu berichten ist lediglich von der Erweiterung der Stadtmauer im Norden und der Grundsteinlegung für die Bastille (Place de la Bastille) als Bastion und östliches Stadttor um das Jahr 1370.

 

Nach der Wende zum 15. Jahrhundert folgten mehrere strenge Winter, und das beginnende 16. Jahrhundert brachte wieder Pestepidemien und zahlreiche Seuchen über das Land. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde Frankreich und somit auch Paris durch die Hugenottenkriege gelähmt, die neben den religiösen durchaus auch dynastische und machtpolitische Ziele verfolgten. 1589 wurde mit Heinrich III. der letzte Valois-König ermordet.

 

Für das Stadtbild waren in diesen Jahren die fruchtlosen Eroberungsambitionen der französischen Könige, v. a. Franz I., in Italien durchaus wertvoll. Dort, in Italien, hatte längst die Renaissance Einzug gehalten und im Loiretal, wo sich in diesen Jahren die französischen Könige bevorzugt aufhielten, waren schnell entsprechende Schlossbauten entstanden. In Paris wuchsen nach längerer Atempause wieder neue Kirchen in den Himmel. Saint-Eustache, Saint-Etienne-du-Mont und Saint-Nicolas-des-Champs sind zwar noch echte Gotik-Renaissance-Zwitter, doch die neue Bauweise nimmt Fahrt auf. Das Rathaus und der Tuilerienpalast wurden schließlich im reinen Renaissancestil erbaut, jedoch fielen beide Gebäude den Unruhen währen der Pariser Kommune 1871 zum Opfer. Diesen Tuilerienpalast ließ sich Katharina de Medici errichten, die Mutter der drei letzten Valois-Könige. In der Nachbarschaft ihrer königlichen Residenz siedelte sich in den Folgejahren der Adel an.

 

Ein wichtiger städtebaulicher Neubau war außerdem der Pont Notre-Dame, anstelle einer älteren Brücke. Zum ersten Mal konnte man eine weitsichtigere, städtebauliche Planung bemerken. Die Brücke war auf beiden Seiten mit schmalen, dreistöckigen Häusern bebaut und stellte sich als wegweisend für zukünftige Platzgestaltungen heraus. Leider hat auch dieses Bauwerk in seiner ursprünglichen Form die Zeiten nicht überdauert.

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Die Bourbonen und das Ancien Régime

 1589 bestieg der Bourbone Heinrich IV. aus einer weiteren Kapetinger-Seitenlinie den verwaisten französischen Thron; neun Jahre wird es zu diesem Zeitpunkt noch dauern, ehe die Hugenottenkriege mit dem Edikt von Nantes beendet sein werden. Heinrich galt als ausgleichender König, wollte das Volk gut versorgt wissen und genießt bis zum heutigen Tag große Popularität. Heinrichs Weg zum Absolutismus wurde durch seine Ermordung 1610 abrupt beendet.

 

Auf Heinrich IV. folgten die vielen Ludwige und während ihrer Regierungszeit begann sich das Paris zu formen, das wir heute kennen.

 

Zunächst entstand ein Plan zum Ausbau des Louvre und im Marais die Place Royale, die man nach der Revolution in Place des Voges umbenannt hat. Dann wurde der Pont-Neuf (Neue Brücke) fertig gestellt, verwirrenderweise heute die älteste der Pariser Brücken. Und es wurde üppiger; der Adel baute sich dreiflügelige Anlagen, die vom Hôtel Sully bis zum Palais de Luxembourg immer schlosshaftere Ausmaße annahmen, bis der Sonnenkönig die Bauwut in andere Bahnen lenkte. Ab der Mitte des 17. Jahrhunderts werden die Wohnbauten der Aristokratie in größere städtebauliche Projekte eingebunden, wie zum Beispiel an der Place Vendôme.

 

Wir sind im Barock angekommen und natürlich werden auch Kirchen errichtet. Da die Gegenreformation, in Frankreich in Gestalt der Kardinäle Richelieu und Mazarin, mit Prunk und Pracht die katholische Kirche ins beste Licht rücken wollte, und gleichzeitig das Königtum eine Möglichkeit zur Profilierung der eigenen Stellung ausmachte, überrascht es etwas, dass die Pariser Ausprägung des Barock eher schlicht ausfällt.

Es entstehen u. a. Saint-Gervais, Saint-Louis, Saint-Sulpice und die Chapelle royale des Invalides als Teil des heutigen Hôtel des Invalides, dem vielleicht prächtigsten Bau des Pariser Barock.

Was der französische Barock außerdem zu bieten hat, lässt sich am Besten einige Kilometer vor der Stadt erfahren. Dort, in Versailles, hat der Sonnenkönig Ludwig XIV. mit seinem neuen Schloss alle verfügbaren Register gezogen.

 

Im 18. Jahrhundert wurden im Stadtgebiet von Paris wieder Paläste gebaut, allerdings in deutlich zurückhaltender Manier. Der Palais de l’Élysée (heute Sitz des Staatspräsidenten), das Hôtel Matignon (heute Sitz des Premierministers) und das Hôtel de Villeroy (heute Landwirtschaftsministerium) bereichern bald die Stadtsilhouette. Besonders reizvoll und harmonisch erscheint dabei das Hôtel de Biron, in dem von 1908 bis zu seinem Tod 1917 Auguste Rodin lebte und arbeitete; heute ist hier das Rodin-Museum untergebracht.

 

Hôtel de Biron, © pixabay

Nun ist der Klassizismus nicht mehr aufzuhalten. Auf dem bereits in der Antike besiedelten Hügel der heiligen Genoveva legte Ludwig XV. 1764 den Grundstein für die Kirche Sainte-Geneviève, ein Kolossalbauwerk mit gewaltiger Kuppel über griechischem Kreuz. Seit der Revolution ist das Gebäude unter dem Namen Panthéon säkularisiert. Auch Ludwig XV. ließ, wie schon sein Vorgänger im Amt, eine Place Royale anlegen, so dass  nach der Revolution zwei königliche Plätze umbenannt wurden und die wesentlich republikanischeren Namen Place de la Concorde (Platz der Eintracht) und Place Vendôme erhielten.

 

 

1789 und die unübersichtlichen Folgen

 Der 14. Juli 1789 setzte sich in Szene mit dem Sturm auf die Bastille und ist der Ursprung des französischen Nationalfeiertages. Es folgten weiterhin stürmische Zeiten, die Republik wird ausgerufen, der König umgebracht. Die radikalisierte Schreckensherrschaft der Jakobiner folgte und endete mit der Enthauptung Robespierres 1794.

In den Jahren der Revolution und danach wurden die meisten Pariser Klöster aufgelöst. Das hatte einen großen Einfluss auf das Stadtbild, denn viele Klöster besaßen große Grundstücke in bester Lage.

Ab 1795 hatte Napoleon die Zügel in der Hand und drückte Paris seinen Stempel mit dem Bau des Arc de Triomphe, der Madeleine und der Börse auf. Nach des Kaisers Kriegswüten, seiner Abdankung, seiner Exilierung auf der Insel Elba, seiner Rückkehr, der Schlacht bei Waterloo (1815), seiner endgültigen Verbannung nach St. Helena, der Rückkehr der Bourbonen-Könige, der Julirevolution, des Julikönigtums des Bürgerkönigs Louis-Philippe, dem Ausrufen der Zweiten Republik (1848), dem zweiten Kaiserreich, dem Deutsch-Französischen Krieg und der Dritten Republik hatte Paris trotz der bewegten Jahre viel Neues zu bieten.

Zunächst bekam die Stadt zwischen 1852 und 1870 unter der Leitung von Baron Haussmann ein neues Gesicht. Sichtachsen gliederten ab jetzt das Häusermeer, Grünanlagen wurden angelegt, aber auch eine neue Kanalisation, was ein sehr wichtiger Punkt war, denn schon beim Eintritt ins 19. Jahrhundert hatte Paris mehr als 500 000 Einwohner, 1870 dann gar 2 Millionen. Die Arbeiten Haussmanns waren durchaus umstritten. Ungefähr 25 000 Häuser fielen der Spitzhacke zum Opfer und 40 000 wurden neu erbaut. Auch der Louvre erhielt neue Flügel und 1875 eröffnete die Opéra Garnier, wo in der Folgezeit viele denkwürdige Aufführungen stattfinden werden.  

 

Opéra Garnier, © pixabay

In Kunst und Musik gingen von Paris Impulse in die ganze Welt. Auch Schriftsteller schufen hier Weltliteratur, und mit Marcel Proust fand die Hauptstadt den idealen Chronisten des Lebensgefühls im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. In technischer Hinsicht war Paris ein gutes Pflaster; der Stahlbeton wurde erfunden und Ingenieure bauten Meisterwerke – Bahnhöfe, Markthallen, Brücken, Ausstellungsgebäude, Passagen.

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Die Welt zu Gast in Paris

 1855, 1867, 1889 und 1900 fanden in Paris Weltausstellungen statt. Als Denkmal der damaligen Ingenieurkunst blieb der Eiffelturm nach der Ausstellung 1889 seiner Stadt erhalten. Nach anfänglichen Streitereien dürfte sich Frankreich unterdessen mit dem Himmelsstürmer angefreundet haben. Der Tour Eiffel ist das Denkmal Nummer eins in der ganzen Welt. Gleichermaßen sind das Grand und das Petit Palais Überbleibsel einer Weltausstellung – der von 1900 – auch wenn sie einen älteren Eindruck machen. Im Kern versteckt sich ein Metallgerüst, das pompös im klassizistisch-barocken Stil umbaut wurde. Derselben Weltausstellung hat Paris auch seine Untergrundbahn zu verdanken, die berühmt ist für ihre Eingänge. Bis heute ist der Jugendstil an diesen Metrostationen in seiner schönsten Form zu bestaunen.

Metrostation, © pixabay

 

Noch mehr Krieg und endlich Frieden

 Während der beiden Weltkriege blieb das Pariser Stadtbild größtenteils vor Zerstörungen verschont. Und während in der Nachkriegszeit glücklicherweise die Erkenntnis Einzug hielt, dass ein friedliches Zusammenleben der europäischen Staaten anzustreben ist, hielt die Vierte und Fünfte Republik Einzug und in der Architektur dann die Moderne.

Es wurde gebaut und gebaut und gebaut; zu viel, um alles aufzuzählen. Hier nur eine Auswahl:

1972 entschied man sich, die alten Markthallen abzureißen und so das Gesicht der Innenstadt gründlich zu verändern. Dort, wo ehemals der „Bauch von Paris“ war, kann man heute in einer 7 Hektar großen und hauptsächlich unterirdischen Kaufhauswelt flanieren. Die Oberfläche ist begrünt, lässt aber viele Fragen offen. Ebenfalls 1972 plante man nur wenige 100 Meter entfernt den Bau des Kulturzentrums Centre George Pompidou. Eine Erfolgsgeschichte, auch wenn sich hier ebenfalls die Gemüter erhitzen anlässlich der Ästhetik des Gebäudes. 1989 wird die Opéra de la Bastille eröffnet und entlastet seitdem die Opéra Garnier. Und im selben Jahr bekam der Louvre seine Pyramide, die die Eingangssituation und das Lenken der Besucherströme deutlich verbessert hat.

Am Louvre, © Anja Weinberger

 

Mit La Defense und seiner Grande Arche, ebenfalls von 1989, entstand im Westen der Innenstadt ein neues

Viertel, das die Verbindung herstellen möchte zur Achse Louvre-Arc de Triomphe.

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Notre Dame 2023 im Juni, © Anja Weinberger

Und heute?

Der Eintritt ins 21. Jahrhundert brachte Paris fürchterliche Terroranschläge, u. a. 2015 den Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo und den Terror in der Konzerthalle Bataclan.

2019 wird die Kathedrale Notre Dame bei einem Brand teilweise zerstört, Vierungsturm und Dachstuhl stürzen ein. Das ganze Land hält den Atem an. Augenblicklich (7/2023) ist Notre Dame und die nähere Umgebung eine riesige Baustelle, auf der Hunderte Handwerker arbeiten und leben. Eine ausführliche, sehr informative und großangelegte Bau- und Wiederaufbaudokumentation umzäunt das eingerüstete Bauwerk.

 

Das Wappen der Stadt Paris ist an vielen Bauwerken zu sehen. Ein Schiff mit geblähtem Segel zeigt sich auf rotem Untergrund und wird von goldenen Lilien auf blauem Samt überfangen. Die Devise lautet Fluctuat nec mergitur, übersetzt ins Deutsche etwa: Sie schwankt, geht aber nicht unter. Nichts könnte besser als Wahlspruch für diese Stadt dienen.

 

 

Wappen der Stadt Paris an einem Gebäude des 5. Arrondisments, © privat

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