Beethovenhaus Baden

 

Beethoven-haus Baden

 

Ludwig van Beethoven kurte regelmäßig in Baden. Der berühmte Komponist suchte in der kaiserlichen Kurstadt Baden Heilung von seinen zahlreichen Leiden.

So schrieb er seinem Bruder: »…über meinen Gesundheitszustand lässt sich nicht mit Gewissheit von einer wirklichen Besserung sprechen, ich glaube aber doch, dass durch die Kraft der Bäder das Übel, wenn nicht behoben, doch unterdrückt werden wird…«. In der Stadt der Sommerfrische von Kaiser Franz I. und dessen Familie tummelten sich Hochadel und Bürgertum, darunter die Förderer des großen Komponisten, der 15 Sommer in Baden bei Wien verbrachte.

Er bewohnte in der Kurstadt zahlreiche Wohnungen, im Haus Rathausgasse 10 stieg Beethoven in den Sommermonaten der Jahre 1821, 1822 und 1823 ab. In dieser Zeit schrieb er wesentliche Teile seiner Neunten Symphonie.

Schon in den 1940 Jahren befand sich ein »Beethoven-Zimmer« in dem Haus, das im Rahmen der Beethovenfeier am 29. Juni 1947 besichtigt werden konnte und in Folge einmal wöchentlich zugänglich war.

1962 erwarb die Stadt Baden das Gebäude und errichtete gemeinsam mit dem Kulturreferat der Nö. Landesregierung eine Beethovengedenkstätte, die am 18. Juni 1965 eröffnet und 1989 erweitert wurde.

Nach umfassender Sanierung beherbergt dieses Haus – das »Beethovenhaus« – seit Herbst 2014 ein modernes Museum rund um die Person und das Musikgenie Beethoven. Die Besucherinnen und Besucher erleben bei ihrem Rundgang durch das Haus Leben und Werk des Komponisten auf völlig überraschende Weise.

Wohnraum im Beethovenhaus, © Beethovenhaus Baden

Beim Leiermann gibt es auch einen Musikblog – hier ist der direkte Weg dorthin

Die Schauräume sind auf drei Ebenen eingerichtet. Im obersten Stockwerk sind die ehemaligen Wohnräume und weitere Räumlichkeiten zu sehen.

Der Raumablauf folgt einer auf das Haus zugeschnittenen Dramaturgie. Die Gestalter fragen im Namen der Besucher: Wer war dieser Mann, als er mit 51 Jahren zum ersten Mal hier zu Gast war? Warum kam er so gerne und häufig nach Baden? Wo hielt sich Beethoven in Baden auf, wo nahm er seine Heilbäder, wohin machte er seine Ausflüge? Aber auch: Wem begegnete er in Baden? Welche anderen Kurgäste traf er hier?

Vielfältige Exponate und Dokumente berichten über den Aufenthalt Beethovens in der Kurstadt Baden. Die biedermeierlichen Wohnräume mit originalen Wandmalereien geben einen Einblick in Beethovens Badener Leben und Umfeld.

© Beethovenhaus Baden

Ein zentrales Objekt in den Schauräumen ist das Hammerklavier Nr. 184 vom Klavierfabrikanten Conrad Graf aus dem Jahr 1818. Es stammt aus dem Besitz einer Badener Familie, bei der Beethoven während seiner Baden-Aufenthalte zu Gast war und dabei auf dem Klavier gespielt hat. Im Jubiläumsjahr ist das Instrument Teil der Sonderausstellung MYTHOS LUDWIG VAN im Kaiserhaus Baden.

Neben dem Leben des großen Komponisten werden auch jene Kompositionen, die in Baden entstanden sind, auf besondere Weise erfahrbar und hörbar gemacht.

Ein eigener Raum mit Hörbeispielen ist den Kompositionen gewidmet, zum Beispiel 1809/10 die Sonate für Klavier in Es-Dur ‚Les Adieux‘ op. 81, 1813  ‚Wellingtons Sieg oder die Schlacht bei Vittoria‘ für Orchester op. 91,das zu seinen Lebzeiten populärste Werk, 1819–1822/23 die Messe in D-Dur ‚Missa solemnis‘ op. 123, 1814 ‚Elegischer Gesang‘ Kantate op. 118, 1822 ‚Die Weihe des Hauses‘ Ouvertüre in C-Dur op. 124 oder 1825/26 die späten Streichquartette No. 15 in a-Moll op. 132 und no. 13 in B-dur op. 130.

Im von Beethoven selbst nicht genutzten Erdgeschoss und im Untergeschoss werden mit modernen digitalen Mitteln insbesondere die Neunte Symphonie sowie die Geheimnisse des Hörens von Musik thematisiert.

Im Sommer 1823 war Beethoven intensiv mit dem Komponieren seiner Neunten Symphonie beschäftigt. Er traf am 17. August in Baden ein und bezog erneut die Räumlichkeiten in der Rathausgasse 10, wo große Teile am vierten Satz der Neunten entstanden. Das Beethovenhaus Baden, das vielen Badenern als »Haus der Neunten« in Erinnerung ist, wird deshalb seit 1985 auch das Haus der heutigen Europahymne genannt.

In einem eigenen Ausstellungsraum ist der vierte Satz der Symphonie nicht nur zu hören, sondern auch zu »sehen« und zu »lesen«. Auch Nichtmusikern wird damit die Leistung der Musiker deutlich, die aus einer Partitur, aus auf Papier »gekritzelten« Zeichen, ein so vielschichtiges Klangwerk zu gestalten vermögen. Die Daniel-Barenboim-Stiftung hat dankenswerter Weise die Erlaubnis gegeben, die Aufführung des West-Eastern Divan Orchestra in der Londoner Royal Albert Hall als Basis nutzen zu können.

© Beethovenhaus Baden

Darüber hinaus kann in einem eigenen Hörlabor den Grundprinzipien des Musikhörens und dem Phänomen Klang nachgegangen werden, ein Erlebnis für Jung und Alt. Die Besucher erfahren, was »Klang« bedeutet, wie das Hören zustande kommt, was die Charakteristik von Musikinstrumenten ausmacht, aber auch, was es bedeutet – wie Beethoven – allmählich zu ertauben und zunehmend auf das »innere Ohr« angewiesen zu sein.

Im Erdgeschoß ist ein Museumsshop eingerichtet, der ein hochwertiges, vielfältiges Sortiment an Beethoven Souvenirs und Beethoven CDs anbietet.

Das Beethovenhaus Baden: ein authentischer Wallfahrtsort für alle, die nach dem Musikgenie suchen.

Rathausgasse 10, 2500 Baden
0043 (0) 2252 / 86800 – 630
willkommen@beethovenhaus-baden.at

www.beethovenhaus-baden.at

 

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen: 10–18 Uhr

Führungen: Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 14 Uhr

Englischsprachige Führung: jeder zweite Sonntag im Monat 11 Uhr

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